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ADHS und Transgender

Verschiedene Studien, darunter Warrier und Kolleginnen und Kollegen (2020), berichten von einer erhöhten Prävalenz von ADHS-Diagnosen bei Transgender-Personen im Vergleich zu cisgender Kontrollen.

Was bekannt ist

Verschiedene Studien, darunter Warrier und Kolleginnen und Kollegen (2020), berichten von einer erhöhten Prävalenz von ADHS-Diagnosen bei Transgender-Personen im Vergleich zu cisgender Kontrollen. Die genauen Mechanismen sind unbekannt; mögliche Faktoren sind geteilte genetische Vulnerabilität, Umweltstressoren und diagnostische Überlappung.

Klinische Aufmerksamkeit

Bei Jugendlichen mit Geschlechtsdysphorie wird international auf eine begleitende ADHS Wert gelegt, da Impulsivität und Kurzzeit-Orientierung die Entscheidungsfindung bei einschneidenden Behandlungen beeinflussen können. Eine sorgfältige diagnostische Evaluierung wird daher empfohlen.

Quellen

Warrier, V., Greenberg, D.M., Weir, E., et al. (2020). Elevated rates of autism, other neurodevelopmental and psychiatric diagnoses, and autistic traits in transgender and gender-diverse individuals. Nature Communications, 11, 3959. doi:10.1038/s41467-020-17794-1

Cass, H. (2024). Independent Review of Gender Identity Services for Children and Young People: Final Report. cass.independent-review.uk