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Autismus und Transgender

Die Studie von Warrier und Kolleginnen und Kollegen (2020), veröffentlicht in Nature Communications, fand in einer großen Kohorte (über 640.000 Personen), dass Transgender- und gender-diverse Personen drei- bis sechsmal häufiger eine Autismus-Diagnose hatten als cisgender Personen und höhere Werte für autistische Merkmale aufwiesen..

Befunde

Die Studie von Warrier und Kolleginnen und Kollegen (2020), veröffentlicht in Nature Communications, fand in einer großen Kohorte (über 640.000 Personen), dass Transgender- und gender-diverse Personen drei- bis sechsmal häufiger eine Autismus-Diagnose hatten als cisgender Personen und höhere Werte für autistische Merkmale aufwiesen.

Klinische Bedeutung

Die Cass Review betont, dass die hohe Prävalenz von Autismus und anderen neurodivergenten Merkmalen in der Jugend-Genderversorgungspopulation in Diagnostik und Entscheidungsfindung Beachtung verdient. Geschlechtsdysphorie kann bei autistischen Jugendlichen eine andere Entwicklungsdynamik haben.

Empfehlungen

Internationale Empfehlungen verweisen auf die Bedeutung einer breiten entwicklungspsychologischen und psychischen Evaluierung vor medizinischen Interventionen, mit Aufmerksamkeit für die Auswirkungen von Autismus auf Identitätsentwicklung, soziales Verstehen und Entscheidungsfähigkeit.

Quellen

Warrier, V., Greenberg, D.M., Weir, E., et al. (2020). Elevated rates of autism, other neurodevelopmental and psychiatric diagnoses, and autistic traits in transgender and gender-diverse individuals. Nature Communications, 11, 3959. doi:10.1038/s41467-020-17794-1

Cass, H. (2024). Independent Review of Gender Identity Services for Children and Young People: Final Report. cass.independent-review.uk