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Brustvergrößerung bei der Transition
Die feminisierende Hormontherapie stimuliert das Brustwachstum, aber das endgültige Volumen bleibt bei vielen Transfrauen geringer als gewünscht.
Indikation und Zeitpunkt
Die feminisierende Hormontherapie stimuliert das Brustwachstum, aber das endgültige Volumen bleibt bei vielen Transfrauen geringer als gewünscht. Internationale Leitlinien empfehlen, mindestens zwölf Monate Hormontherapie abzuwarten, um das natürliche Ergebnis zu beurteilen, bevor ein chirurgischer Eingriff erwogen wird.
Technik
Bei der Brustvergrößerung werden Silikon- oder Salzwasserimplantate eingesetzt, in der Regel unter dem Brustmuskel (subpektoral) oder unter dem Drüsengewebe. Der Zugang kann über den Brustwarzenhof, die Achselhöhle oder die Brustumschlagfalte erfolgen.
Risiken
Die allgemeinen chirurgischen Risiken gelten (Infektion, Blutung, Narkose). Spezifische Risiken sind Kapselkontraktur (Verhärtung um das Implantat), Implantatverschiebung, Sensibilitätsveränderungen und langfristig Implantatverschleiß.
Quellen
Coleman, E., Radix, A.E., Bouman, W.P., et al. (2022). Standards of Care for the Health of Transgender and Gender Diverse People, Version 8. International Journal of Transgender Health, 23(sup1), S1–S259. doi:10.1080/26895269.2022.2100644
Amsterdam UMC – Kennis- en Zorgcentrum voor Genderdysforie. amsterdamumc.org