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Essstörungen und Transgender
Kohortenstudien und klinische Berichte weisen auf eine höhere Prävalenz von Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating-Störung) bei Transgender-Jugendlichen hin als in der Gesamtbevölkerung.
Was bekannt ist
Kohortenstudien und klinische Berichte weisen auf eine höhere Prävalenz von Essstörungen (Anorexia nervosa, Bulimia nervosa, Binge-Eating-Störung) bei Transgender-Jugendlichen hin als in der Gesamtbevölkerung. Körperliche Dysphorie und der Wunsch, sekundäre Geschlechtsmerkmale zu beeinflussen, können hierbei eine Rolle spielen.
Klinische Implikationen
Essstörungen erfordern eine spezifische Behandlung. Wenn Essstörungen und Geschlechtsdysphorie gemeinsam auftreten, wird international empfohlen, beide Störungen ernst zu diagnostizieren und in abgewogener Reihenfolge zu behandeln. Eine akute medizinische Instabilität durch eine Essstörung kann ein Grund sein, eine Hormonbehandlung aufzuschieben.
Quellen
Cass, H. (2024). Independent Review of Gender Identity Services for Children and Young People: Final Report. cass.independent-review.uk
Coleman, E., Radix, A.E., Bouman, W.P., et al. (2022). Standards of Care for the Health of Transgender and Gender Diverse People, Version 8. International Journal of Transgender Health, 23(sup1), S1–S259. doi:10.1080/26895269.2022.2100644