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Finasterid bei der Transition

Finasterid hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase, das Testosteron in das stärkere Androgen Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt.

Wirkung

Finasterid hemmt das Enzym 5-Alpha-Reduktase, das Testosteron in das stärkere Androgen Dihydrotestosteron (DHT) umwandelt. Es wird regulär bei benigner Prostatahyperplasie und androgenetischer Alopezie verschrieben.

Rolle in der feminisierenden Therapie

In der Transgenderversorgung wird Finasterid mitunter als Ergänzung zur feminisierenden Hormontherapie eingesetzt, um Haarausfall (androgenetische Alopezie) entgegenzuwirken, nicht als primäres Antiandrogen. Internationale Leitlinien zählen es nicht zu den Standard-Antiandrogenen.

Nebenwirkungen und Bedenken

Bekannte Nebenwirkungen sind Libidoverlust, Erektionsstörungen (bei Personen mit Penis) und Stimmungsbeschwerden. Das Post-Finasterid-Syndrom ist ein umstrittenes klinisches Bild, bei dem Beschwerden nach dem Absetzen des Wirkstoffs anhalten.

Quellen

Hembree, W.C., Cohen-Kettenis, P.T., Gooren, L., et al. (2017). Endocrine Treatment of Gender-Dysphoric/Gender-Incongruent Persons. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 102(11), 3869–3903. doi:10.1210/jc.2017-01658

Coleman, E., Radix, A.E., Bouman, W.P., et al. (2022). Standards of Care for the Health of Transgender and Gender Diverse People, Version 8. International Journal of Transgender Health, 23(sup1), S1–S259. doi:10.1080/26895269.2022.2100644

Farmacotherapeutisch Kompas. farmacotherapeutischkompas.nl