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Nebenwirkungen des Hormonstopps

Das Absetzen gegengeschlechtlicher Hormone führt zu einer Neuorientierung des Hormonhaushalts.

Allgemeines

Das Absetzen gegengeschlechtlicher Hormone führt zu einer Neuorientierung des Hormonhaushalts. Bei Personen, die sich keiner Orchiektomie oder Ovariektomie unterzogen haben, nehmen die Gonaden in der Regel ihre Produktion der körpereigenen Geschlechtshormone wieder auf – wobei dies langsam verlaufen kann und nicht immer vollständig ist.

Auswirkungen

Bekannte Auswirkungen eines Hormonstopps sind Stimmungsbeschwerden, Müdigkeit, Libidoveränderungen, Hitzewallungen und – bei langanhaltendem Hormonmangel – das Risiko einer Abnahme der Knochendichte. Körpermerkmale, die durch eine vorangegangene Hormonbehandlung verändert wurden (Stimme, Bartwuchs, Brustwachstum), bleiben teilweise oder vollständig erhalten.

Begleitung

Bei einer Detransition ist eine medizinische Begleitung wichtig, mit Aufmerksamkeit für ein schrittweises Ausschleichen, Hormonsubstitution wo nötig (etwa bei entfernten Gonaden) sowie für die Kontrolle der Knochendichte und der kardiovaskulären Risiken.

Quellen

Hembree, W.C., Cohen-Kettenis, P.T., Gooren, L., et al. (2017). Endocrine Treatment of Gender-Dysphoric/Gender-Incongruent Persons. Journal of Clinical Endocrinology & Metabolism, 102(11), 3869–3903. doi:10.1210/jc.2017-01658

Coleman, E., Radix, A.E., Bouman, W.P., et al. (2022). Standards of Care for the Health of Transgender and Gender Diverse People, Version 8. International Journal of Transgender Health, 23(sup1), S1–S259. doi:10.1080/26895269.2022.2100644