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Karolinska 2021 – schwedische Politikänderung

Das Karolinska Universitetssjukhuset in Stockholm – international führend in der Transgender-Versorgung Jugendlicher – beschloss im März 2021, Hormonbehandlungen bei Minderjährigen nur noch innerhalb klinischer Forschung anzubieten.

Beschluss 2021

Das Karolinska Universitetssjukhuset in Stockholm – international führend in der Transgender-Versorgung Jugendlicher – beschloss im März 2021, Hormonbehandlungen bei Minderjährigen nur noch innerhalb klinischer Forschung anzubieten. Der Beschluss folgte einer eigenen Evaluierung und Bedenken über eine rasche Zunahme von Vorstellungen, vor allem jugendlicher Mädchen.

Begründung

Das Krankenhaus verwies auf systematische Reviews der SBU (Statens beredning för medicinsk och social utvärdering), die zu dem Schluss kamen, dass die Evidenz für die Wirksamkeit von Pubertätsblockern und gegengeschlechtlichen Hormonen bei Jugendlichen begrenzt sei und die Risiken unzureichend beleuchtet seien.

Anschlusspolitik

2022 veröffentlichte die schwedische National Board of Health and Welfare landesweite Leitlinien, die diese Zurückhaltung bestätigten. Vergleichbare Politikänderungen folgten in Finnland und Norwegen.

Quellen

Karolinska Universitetssjukhuset (2021). Beslut om hormonbehandling av minderåriga med könsdysfori. SEGM-Zusammenfassung

PALKO/COHERE Finland (2020). Recommendation of the Council for Choices in Health Care in Finland: Medical treatments for dysphoria associated with variations in gender identity in minors. English translation (SEGM)