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Peer-Einfluss und Genderidentität

Die Adoleszenz ist eine Phase, in der der Peer-Einfluss auf die Identitätsbildung stark ist.

Adoleszenz und Identität

Die Adoleszenz ist eine Phase, in der der Peer-Einfluss auf die Identitätsbildung stark ist. Forschung in der Entwicklungspsychologie zeigt, dass Auffassungen, Verhalten und Selbstbild in der Adoleszenz stark durch Freundeskreise beeinflusst werden.

Anwendung auf Gender

Klinische Berichte und die Cass Review verweisen auf Muster, in denen sich mehrere Jugendliche innerhalb eines Freundeskreises gleichzeitig als trans oder non-binär identifizieren. Dies spricht laut einigen Forscherinnen und Forschern (Littman 2018) für eine Rolle des Peer-Einflusses; andere interpretieren es als gegenseitige Unterstützung beim Coming-out.

Klinische Implikationen

Bei der Beurteilung jugendlicher Geschlechtsdysphorie wird international empfohlen, den sozialen Kontext – Freundeskreis, Online-Aktivität, Schule – zu erfassen, ohne dies als Verleugnung des eigenen Erlebens der jugendlichen Person zu rahmen.

Quellen

Littman, L. (2018, korrigiert 2019). Parent reports of adolescents and young adults perceived to show signs of a rapid onset of gender dysphoria. PLOS ONE, 14(3), e0214157. doi:10.1371/journal.pone.0214157

Cass, H. (2024). Independent Review of Gender Identity Services for Children and Young People: Final Report. cass.independent-review.uk