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Social-Contagion-Hypothese

Social Contagion ist ein allgemeines sozialwissenschaftliches Konzept, bei dem sich Verhalten, Ideen oder Emotionen innerhalb von Freundeskreisen oder Online-Netzwerken ausbreiten.

Die Hypothese

Social Contagion ist ein allgemeines sozialwissenschaftliches Konzept, bei dem sich Verhalten, Ideen oder Emotionen innerhalb von Freundeskreisen oder Online-Netzwerken ausbreiten. Im Genderkontext wurde das Konzept unter anderem von Littman (2018) angewandt, um die Cluster-Vorstellung und den Online-Kontext jugendlicher Geschlechtsdysphorie zu beschreiben.

Diskussion

Gegnerinnen und Gegner der Hypothese argumentieren, dass die steigenden Vorstellungen durch breitere gesellschaftliche Akzeptanz und einen besseren Zugang zur Versorgung erklärbar sind. Befürworter verweisen auf das Muster geclusterter Vorstellungen innerhalb von Freundeskreisen, die Alters- und Geschlechtsverteilung der Zunahme sowie internationale Parallelen.

Politische Relevanz

Die Cass Review und die skandinavischen Neuausrichtungen berücksichtigen soziale Einflussnahme ausdrücklich als Faktor zur Erklärung der veränderten Patientenpopulation. Politik richtet sich daher mit auf sorgfältige Differenzierung und explorative Gesprächsführung aus.

Quellen

Littman, L. (2018, korrigiert 2019). Parent reports of adolescents and young adults perceived to show signs of a rapid onset of gender dysphoria. PLOS ONE, 14(3), e0214157. doi:10.1371/journal.pone.0214157

Cass, H. (2024). Independent Review of Gender Identity Services for Children and Young People: Final Report. cass.independent-review.uk