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Bränström 2019 – korrigierende Aktualisierung
Bränström und Pachankis veröffentlichten 2019 im American Journal of Psychiatry eine schwedische Populationsstudie, deren Zusammenfassung schloss, dass geschlechtsangleichende Chirurgie mit einer Abnahme der Inanspruchnahme psychischer Gesundheitsversorgung assoziiert sei..
Ursprüngliche Aussage
Bränström und Pachankis veröffentlichten 2019 im American Journal of Psychiatry eine schwedische Populationsstudie, deren Zusammenfassung schloss, dass geschlechtsangleichende Chirurgie mit einer Abnahme der Inanspruchnahme psychischer Gesundheitsversorgung assoziiert sei.
Korrektur 2020
Nach einer Reanalyse durch unabhängige Forscherinnen und Forscher sowie auf Anforderung der Chefredaktion veröffentlichten die Autoren 2020 eine Korrektur. Die korrigierte Analyse fand keinen statistisch signifikanten Unterschied zwischen behandelten und unbehandelten Gruppen hinsichtlich der psychischen Gesundheitsergebnisse.
Bedeutung
Der Fall wird häufig als Beispiel für die Schwierigkeit angeführt, kausale Aussagen über die Wirksamkeit geschlechtsangleichender Eingriffe auf der Grundlage von Beobachtungsdaten zu treffen.
Quellen
Bränström, R., Pachankis, J.E. (2019, korrigiert 2020). Reduction in Mental Health Treatment Utilization Among Transgender Individuals After Gender-Affirming Surgeries. American Journal of Psychiatry, 177(8), 727–734. doi:10.1176/appi.ajp.2019.19010080