Startseite › Wissenschaft & Debatte › Littman 2018 – Rapid-Onset Gender Dysphoria
Littman 2018 – Rapid-Onset Gender Dysphoria
Lisa Littman, damals an der Brown University School of Public Health tätig, veröffentlichte 2018 in PLOS ONE eine Studie auf Grundlage einer Online-Umfrage unter 256 Eltern, die berichteten, dass ihr jugendliches Kind plötzlich Geschlechtsdysphorie entwickelte, häufig in Freundeskreisen, in denen mehrere Kinder gleichzeitig sich outeten..
Untersuchung
Lisa Littman, damals an der Brown University School of Public Health tätig, veröffentlichte 2018 in PLOS ONE eine Studie auf Grundlage einer Online-Umfrage unter 256 Eltern, die berichteten, dass ihr jugendliches Kind plötzlich Geschlechtsdysphorie entwickelte, häufig in Freundeskreisen, in denen mehrere Kinder gleichzeitig sich outeten.
Begriff ROGD
Littman führte den Begriff 'Rapid-Onset Gender Dysphoria' (ROGD) ein. Die Studie legte eine Rolle sozialer Einflussnahme und Peer-Ansteckung bei der Entstehung von Dysphorie in der Adoleszenz nahe.
Kritik und Korrektur
Der Artikel stieß auf scharfe Kritik wegen der Rekrutierung (über Eltern-Gemeinschaften, die der Transition kritisch gegenüberstehen) und des Selektionsbias. PLOS ONE veröffentlichte 2019 eine Korrektur mit ausdrücklichen Einschränkungen, behielt die Publikation aber bei.
Status
Berufsverbände wie die WPATH und die American Academy of Pediatrics erkennen ROGD nicht als diagnostische Entität an. Das Konzept bleibt jedoch Gegenstand wissenschaftlicher und klinischer Diskussion, auch angesichts der starken Zunahme von Vorstellungen Jugendlicher seit 2010.
Quellen
Littman, L. (2018, korrigiert 2019). Parent reports of adolescents and young adults perceived to show signs of a rapid onset of gender dysphoria. PLOS ONE, 14(3), e0214157. doi:10.1371/journal.pone.0214157
Cass, H. (2024). Independent Review of Gender Identity Services for Children and Young People: Final Report. cass.independent-review.uk