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Steensma 2013 – Desistance bei Kindern
Steensma und Kolleginnen und Kollegen verfolgten in Amsterdam eine Kohorte von Kindern mit Geschlechtsdysphorie und veröffentlichten 2013 im Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry ihre Befunde zu Faktoren, die vorhersagen, ob die Dysphorie zwischen Kindheit und Adoleszenz fortbesteht (Persistence) oder verschwindet (Desistance)..
Untersuchung
Steensma und Kolleginnen und Kollegen verfolgten in Amsterdam eine Kohorte von Kindern mit Geschlechtsdysphorie und veröffentlichten 2013 im Journal of the American Academy of Child and Adolescent Psychiatry ihre Befunde zu Faktoren, die vorhersagen, ob die Dysphorie zwischen Kindheit und Adoleszenz fortbesteht (Persistence) oder verschwindet (Desistance).
Wichtigste Befunde
Bei einer Mehrheit der untersuchten Kinder verschwand die Dysphorie um den Beginn der Pubertät. Faktoren, die mit Persistenz assoziiert waren, waren unter anderem: Intensität der Dysphorie, soziale Transition in der Kindheit, Alter bei der ersten Vorstellung sowie kognitive und affektive Cross-Gender-Identifikation.
Bedeutung für die Politik
Die Studie wird in der politischen Debatte zur Genderversorgung bei Jugendlichen häufig zitiert, unter anderem in der Cass Review. Sie verweist auf die Bedeutung sorgfältiger Differenzierung, welche Kinder von einer medizinischen Intervention profitieren würden.
Quellen
Steensma, T.D., McGuire, J.K., Kreukels, B.P.C., et al. (2013). Factors Associated With Desistence and Persistence of Childhood Gender Dysphoria. Journal of the American Academy of Child & Adolescent Psychiatry, 52(6), 582–590. doi:10.1016/j.jaac.2013.03.016
Cass, H. (2024). Independent Review of Gender Identity Services for Children and Young People: Final Report. cass.independent-review.uk