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Trans und psychische Gesundheit
Transgender-Personen berichten von höheren Raten an Depressionen, Angststörungen, Autismus, ADHS, Essstörungen und Suizidalität als cisgender Kontrollgruppen.
Erhöhte Prävalenz
Transgender-Personen berichten von höheren Raten an Depressionen, Angststörungen, Autismus, ADHS, Essstörungen und Suizidalität als cisgender Kontrollgruppen. Das Modell des „Minority Stress“ erklärt einen Teil davon mit Diskriminierung, Isolation und inneren Konflikten.
Wirkung der Transition
Studien zeigen, dass eine Transition für viele Transgender-Personen die Beschwerden der Dysphorie verringert, jedoch komorbide Erkrankungen nicht automatisch löst. Die niederländische Kohortenstudie von Wiepjes (2020) zeigte, dass die Suizidsterblichkeit auch nach Transition erhöht bleibt.
Konsequenzen für die Versorgung
Internationale Leitlinien betonen die Bedeutung einer integrierten psychischen Gesundheitsversorgung neben der medizinischen Transition. So bleiben zugrunde liegende Probleme nicht unbehandelt, und es wird Unterstützung für die breitere Identitätsentwicklung geboten.
Quellen
Wiepjes, C.M., Nota, N.M., de Blok, C.J.M., et al. (2020). Trends in suicide death risk in transgender people: results from the Amsterdam Cohort of Gender Dysphoria study (1972–2017). Acta Psychiatrica Scandinavica, 141(6), 486–491. doi:10.1111/acps.13164
Cass, H. (2024). Independent Review of Gender Identity Services for Children and Young People: Final Report. cass.independent-review.uk
Coleman, E., Radix, A.E., Bouman, W.P., et al. (2022). Standards of Care for the Health of Transgender and Gender Diverse People, Version 8. International Journal of Transgender Health, 23(sup1), S1–S259. doi:10.1080/26895269.2022.2100644