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WHO und die ICD-11-Revision
Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte 2019 die elfte Revision der International Classification of Diseases (ICD-11), die im Januar 2022 in Kraft trat.
ICD-11 (2019/2022)
Die Weltgesundheitsorganisation veröffentlichte 2019 die elfte Revision der International Classification of Diseases (ICD-11), die im Januar 2022 in Kraft trat. Eine wesentliche Änderung war die Verschiebung der „Gender Incongruence“ aus dem Kapitel zu psychischen und Verhaltensstörungen in ein neues Kapitel zur sexuellen Gesundheit.
Entpathologisierung
Diese Verschiebung wird international als Entpathologisierung verstanden: Genderinkongruenz wird nicht mehr als psychische Störung klassifiziert. Eine Diagnose bleibt jedoch möglich, um den Zugang zur Versorgung zu unterstützen.
Diskussion
Die Änderung wurde von Interessenvertretungen begrüßt. Kritiker haben auf die Spannung zwischen Entpathologisierung und dem Erhalt einer medizinischen Diagnose für den Zugang zu Versorgung und Versicherung hingewiesen.
Quellen
World Health Organization (2019/2022). ICD-11: HA60 Gender incongruence of adolescence or adulthood. icd.who.int
Coleman, E., Radix, A.E., Bouman, W.P., et al. (2022). Standards of Care for the Health of Transgender and Gender Diverse People, Version 8. International Journal of Transgender Health, 23(sup1), S1–S259. doi:10.1080/26895269.2022.2100644