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Beyond Trans

Beyond Trans ist ein Online-Unterstützungsangebot für Menschen, die mit Unzufriedenheit mit ihrem Geschlecht, einer medizinischen Transition oder Bedauern darüber zu kämpfen haben, sowie für ihre Eltern und Familienangehörigen. Die Initiative ist Teil des Netzwerks von Genspect und wurde nach eigener Darstellung 2022 ins Leben gerufen, weil Menschen, die ihre Transition bereuten, nirgendwo Unterstützung fanden.

Was angeboten wird

Die Website bietet kostenlose Gruppenprogramme für Betroffene, separate Gruppen für Eltern und Familienangehörige, ein Verzeichnis von Therapeutinnen und Therapeuten, ein Archiv mit Erfahrungsberichten über Detransition sowie eine Liste von Organisationen und Publikationen. Beyond Trans betont, dass das Angebot Unterstützung durch Gleichbetroffene und Aufklärung umfasst, jedoch keine Psychotherapie, Diagnose oder medizinische Behandlung.

Hintergrund

Genspect wurde 2021 gegründet und setzt sich für einen nichtmedizinischen Ansatz bei Geschlechtsdysphorie ein. Die Organisation ist umstritten und wird von Befürwortern einer geschlechtsbestätigenden Versorgung kritisiert. Beyond Trans teilt diese Grundhaltung und gehört damit zu den kritischen Perspektiven.

Entstehung und Zusammenschluss

Beyond Trans nahm im Juni 2022 den Betrieb auf. Im Juni 2025 wurde das Gender Dysphoria Support Network darin aufgenommen. Dieses Netzwerk für Eltern war im März 2020 von der Psychotherapeutin Stella O'Malley gegründet worden, die auch Genspect ins Leben rief. Seit dem Zusammenschluss laufen die Elterngruppen und die Gruppen für Menschen mit Bedauern oder Zweifeln unter einem gemeinsamen Namen. Im Jahr 2025 wurde die Zahl der wöchentlichen Gruppen für den Austausch unter Gleichbetroffenen erweitert.

Wer dahintersteht

Auf der Website werden Evelyn Ball als leitende klinische Koordinatorin und Gesprächsleiterin, Mark LaPrairie als Koordinator und die Hausärztin Katy Hurd als medizinische Leiterin genannt. Weitere Gesprächsleiter sind der Psychologe Bret Alderman sowie die Psychotherapeutinnen Kathryn Hilton und Jennifer Miller. Es gibt offene wöchentliche Treffen für Menschen, die mit den Folgen einer Transition leben, für Menschen, die Zweifel an ihrer Transition haben, und für Menschen, die sich als trans identifizieren, aber noch nicht mit einer Transition begonnen haben. Außerdem gibt es einen Women's Circle, eine Gruppe ausschließlich für Frauen. Das Angebot wird durch Spenden finanziert, die über GoFundMe gesammelt werden.

Kritik am Netzwerk

Das Southern Poverty Law Center setzte Genspect im Juni 2024 auf seine Liste der LGBTQ-feindlichen Hassgruppen. Genspect lehnt Verbote von Konversionstherapie ab, die auch die Geschlechtsidentität einschließen. Wie diese Debatte in Nordirland verläuft, steht im Beitrag über das nordirische Gesetz gegen Konversionspraktiken. Im November 2022 empfahl Genspect dem isländischen Parlament, die Geschlechtsidentität aus einem solchen Gesetzentwurf zu streichen. Genspect geht außerdem von einer Rapid-onset-Geschlechtsdysphorie aus, die nach eigener Aussage von Genspect keine offizielle Diagnose ist. Wer Beyond Trans nutzt, erhält also Unterstützung aus einer klar festgelegten Perspektive. Zahlen zur Teilnehmendenzahl oder zu den Ergebnissen der Gruppen nennt die Website nicht.

Zur Quelle

Quellen