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Heterodorx (podcast)

Heterodorx ist ein US-amerikanischer Podcast von Nina Paley und Corinna Cohn. Die Macherinnen sprechen über Geschlecht und, wie sie es selbst formulieren, über alles andere, was sie interessant oder beunruhigend finden. Die Folgen erscheinen über Substack; im September 2026 wurde die zweihundertste Folge veröffentlicht.

Was dort zu finden ist

Die meisten Folgen sind lange Gespräche mit einem Gast: Menschen, die eine Transition durchlaufen oder rückgängig gemacht haben, Eltern, Ärztinnen und Ärzte, Schriftstellerinnen und Schriftsteller sowie Aktivistinnen und Aktivisten mit unterschiedlichen Ansichten. Die Moderatorinnen nehmen dabei eine kritische Haltung gegenüber gängigen Vorstellungen von Geschlechtsidentität ein. Der Ton ist informell, mit viel Sarkasmus und teilweise grober Sprache.

Warum dieser Podcast auf der Liste steht

Heterodorx ist Meinung und Gespräch, keine journalistische Recherche. Der Podcast ist wegen der persönlichen Geschichten wertvoll und weil dort Gäste zu Wort kommen, die andernorts wenig Raum bekommen. Siehe auch Detransition und kritische Perspektiven.

Wer dahintersteckt

Nina Paley wurde 1968 in Urbana im US-Bundesstaat Illinois geboren und ist Animatorin, Comiczeichnerin und Aktivistin für freie Kultur. Sie schuf die Animationsfilme Sita Sings the Blues aus dem Jahr 2008, der auf dem Ramayana basiert, und Seder-Masochism aus dem Jahr 2018, eine Nacherzählung des Buches Exodus. Nach Problemen mit dem Urheberrecht bei ihrem ersten Film begann sie, ihre Werke unter freien Lizenzen zu veröffentlichen. Paley bezeichnet sich selbst als genderkritisch. Seit Januar 2021 moderiert sie den Podcast gemeinsam mit Corinna Cohn, auf deren Namen der Substack läuft.

Aufbau und Themen

Die Folgen erscheinen unregelmäßig. Im Jahr 2026 lagen zwischen zwei Folgen manchmal einige Tage und manchmal zwei Monate, und die Länge reichte von etwas mehr als einer halben Stunde bis zu über anderthalb Stunden. Die Themen gehen regelmäßig über Geschlecht hinaus. In jüngeren Folgen ging es um Veganismus, den Niedergang der sozialen Medien und einen Gast, der metastasierten Krebs überlebt hat. Im April 2026 war die Schriftstellerin Meghan Daum zu Gast. Zahlende Abonnentinnen und Abonnenten erhalten laut der Podcast-Seite Zugriff auf das vollständige Archiv. Die Macherinnen präsentieren sich unter einem derben selbstgewählten Namen, der bereits deutlich macht, dass sie sich wenig um die Umgangsformen der Debatte scheren.

Wie Sie diese Quelle einordnen sollten

Wer den Podcast hört, hört zwei Menschen mit einer ausgeprägten Meinung und Gäste, die sie selbst auswählen. Aussagen über Forschung oder Politik werden in den Gesprächen nur selten mit Quellen belegt. Nutzen Sie die Folgen daher als Einstieg in Personen und Positionen und konsultieren Sie für Fakten den Bereich Wissenschaft und Debatte. Ein verwandter Podcast auf dieser Liste ist Gender: A Wider Lens.

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