Helen Joyce — Trans: When Ideology Meets Reality

Trans: Wenn Ideologie auf Realität trifft ist ein Buch der irischen Journalistin Helen Joyce, die zum Zeitpunkt der Veröffentlichung für The Economist arbeitete. Es erschien im Juli 2021 bei Oneworld Publications und schaffte es auf die Bestsellerliste der Sunday Times. Spätere Auflagen tragen den Untertitel Genderidentität und der neue Kampf um die Rechte von Frauen.
Der Hauptartikel zu diesem Thema ist Helen Joyce — Trans.
Worum es geht
Joyce befasst sich mit der Vorstellung, dass jemand aufgrund der eigenen Genderidentität und nicht aufgrund des biologischen Geschlechts als Mann oder Frau gelten soll. Sie beschreibt, wie diese Vorstellung Eingang in Gesetzgebung, Gesundheitsversorgung, Bildung und Sport fand und welche Folgen sie für Frauen, Kinder und homosexuelle Menschen sieht. Viel Aufmerksamkeit gilt der Selbstidentifikation im Recht, getrennten Einrichtungen für Frauen und der Behandlung Minderjähriger. Diese Themen werden auch bei rechtlichen Fragen und in der Übersicht über die Politik der einzelnen Länder behandelt.
Rezeption und Kritik
Die Rezensionen gingen stark auseinander: In The Times und The Telegraph fiel die Aufnahme wohlwollend aus, in The Guardian und Publishers Weekly kritisch. Interessenvertretungen von LGBTI-Personen sind der Ansicht, dass das Buch ein verzerrtes Bild von trans Menschen und ihrer Gesundheitsversorgung vermittelt.
Aufbau und Veröffentlichung
Die gebundene Ausgabe erschien am 15. Juli 2021 und umfasst 320 Seiten; das Taschenbuch folgte am 5. Mai 2022. Das Buch hat dreizehn Kapitel. Sie behandeln die Geschichte des Begriffs transgender, die Behandlung von Geschlechtsdysphorie bei Kindern, das Verhältnis zum Feminismus, nach Geschlecht getrennte Einrichtungen, die Teilnahme am Sport, die Selbstidentifikation im Recht und den Widerstand dagegen im Vereinigten Königreich. Das Buch stieg auf Platz sieben der Bestsellerliste der Sunday Times ein. Nach Angaben des Verlags wählten The Times, The Spectator und The Observer es zu einem der Bücher des Jahres 2021. Es stand auf der Shortlist für den John Maddox Prize 2023.
Rezensenten und Nachwirkungen
In The Times lobte David Aaronovitch die Klarheit der Argumentation, und in The Telegraph gab Kathleen Stock dem Buch fünf Sterne. Gaby Hinsliff schrieb in The Guardian, dass das Buch auffällige Lücken aufweist und Perspektiven fehlen. Jesse Singal vermisste in der New York Times Nuancen und Quellenangaben. Aaron Rabinowitz warf Joyce in The Skeptic vor, Behauptungen über Milliardäre zu wiederholen, die angeblich die Transbewegung finanzieren – Behauptungen, die er als antisemitisch bezeichnet. Joyce verfasste eine Erwiderung und korrigierte eine Behauptung über Spenden der Open Society Foundations. 2022 boykottierten Professoren in Cambridge einen Vortrag von ihr; die Veranstaltung fand dennoch statt. Die Diskussion über separate Einrichtungen wird auf dieser Website unter Trans und die Sicherheit von Frauen erneut aufgegriffen.