AMQG-AUFG
AMQG-AUFG ist ein Schweizer Verein für Jugendliche mit Fragen zur Geschlechtsidentität, ihre Eltern und ihr Umfeld. Der französische Name lautet Association pour une approche mesurée des questionnements de genre chez les jeunes; AUFG ist die deutschsprachige Abkürzung. Der Verein wurde im Frühjahr 2021 von Eltern und einer engagierten Feministin gegründet, bezeichnet sich als politisch und konfessionell neutral und ist als gemeinnützige Einrichtung anerkannt.
Was zu finden ist
Die Website ist auf Französisch und Deutsch verfügbar. Es gibt einen Bereich für Eltern, eine Übersicht über Zahlen und Politik in der Schweiz (siehe auch die Versorgung bei Geschlechtsdysphorie in der Schweiz), eine internationale Übersicht, einen Aufruf, der unterzeichnet werden kann, ein Glossar und einen Blog.
Warum diese Seite auf der Liste steht
Der Verein sucht eine Alternative zum affirmativen Modell und möchte mehr Forschung zu Ursachen und Behandlung. Damit gehört er zu den kritischen Perspektiven in der europäischen Debatte über die Versorgung von Jugendlichen.
Wer dahintersteht
Auf der Website werden Frédéric S., Isabelle Ferrari und Stéphane Mitchell als Gründer genannt. Nach eigenen Angaben zählt der Verein 120 aktive Mitglieder oder Unterstützer und vertritt 80 Familien, die unmittelbar betroffen sind. Darüber hinaus sollen etwa 800 Menschen den Verein unterstützen, darunter Fachkräfte aus dem Gesundheitswesen, Juristen, Lehrkräfte, Politiker und Menschen aus der LGB-Gemeinschaft. Es gibt Adressen in Genf und Zürich. Der Verein organisiert Gesprächsgruppen für Eltern, verschickt einen Newsletter und finanziert sich durch Spenden.
Standpunkte
AMQG beruft sich auf das Vorsorgeprinzip. Jugendliche mit Fragen zur Geschlechtsidentität sollten nach Auffassung des Vereins vor Beginn einer Behandlung gründlich untersucht werden. Ärzte sollten das Verhältnis von Nutzen und Risiken in jedem Einzelfall begründen. Der Verein fordert evidenzbasierte Informationen für Öffentlichkeit und Politik sowie Raum für andere Ansätze als den transaffirmativen. Er spricht von einem starken Anstieg der Zahl der Jugendlichen in der Schweiz, die sich in den vergangenen zehn Jahren mit dem anderen Geschlecht identifizieren.
Neuere Veröffentlichungen
Im Oktober 2026 erschienen zwei Beiträge zur Hormonbehandlung: einer darüber, wie Schweizer Kliniken über Risiken aufklären, und einer über bekannte Wirkungen, Risiken und unsichere Evidenz. Im Februar 2026 veröffentlichte der Verein einen Kommentar von Professor Didier Sicard zur medizinischen Behandlung Minderjähriger mit Geschlechtsdysphorie. Die Zahlen zur eigenen Anhängerschaft wurden nicht von Dritten überprüft, und die Auswahl der Studien folgt dem Standpunkt des Vereins. Hintergrundinformationen gibt es zu Pubertätsblockern und zur Politik der einzelnen Länder.