Sex Change Regret
Sex Change Regret ist eine US-amerikanische Website von Walt Heyer, der sich selbst einer geschlechtsangleichenden Operation unterzog und dies später bereute. Die Website richtet sich an Menschen, die eine Transition bereuen oder eine Detransition erwägen, und bietet ihnen eine Kontaktmöglichkeit.
Was dort zu finden ist
Die Website enthält Beiträge und Nachrichten über detransitionierte Menschen und Gerichtsverfahren, eine Rubrik mit persönlichen Geschichten, Videos, Verweise auf Forschungsarbeiten, eine Liste mit Hilfsangeboten und einen Buchshop mit Heyers Büchern.
Warum diese Website auf der Liste steht
Die Website ist eine der ältesten englischsprachigen Anlaufstellen zum Thema Transitionsreue und wird in der Debatte über Detransition häufig zitiert. Die Inhalte sind umstritten: Heyer schreibt aus einer christlichen Überzeugung heraus, und die von der Website genannten Zahlen zur Transitionsreue liegen deutlich über denen der meisten veröffentlichten Studien. Damit handelt es sich um eine Erfahrungs- und Meinungswebsite, nicht um eine Forschungsquelle. Siehe auch Wissenschaft und Debatte.
Wer Walt Heyer ist
Walt Heyer wurde am 25. Oktober 1940 in Los Angeles geboren. Er arbeitete unter anderem für die US-amerikanische Niederlassung von Honda. Nach Angaben der Website unterzog er sich 1983 einer geschlechtsangleichenden Operation. Danach lebte er acht Jahre lang unter dem Namen Laura Jensen als Frau und kehrte 1991 zu einem Leben als Mann zurück. Seitdem ist er als Autor und Aktivist tätig. Er schrieb unter anderem Trading My Sorrows (2006), Paper Genders (2011) und Trans Life Survivors (2018) und veröffentlicht in konservativen Medien wie The Federalist. Ein von ihm verfasster Meinungsbeitrag in USA Today aus dem Jahr 2019 gehörte zu den zehn meistgelesenen Artikeln dieser Zeitung. Auf dieser Liste gibt es außerdem einen eigenen Eintrag zu Walt Heyer.
Ziel und Aufbau der Website
Die Website fasst ihr Ziel darin zusammen, Menschen dabei zu helfen, zu dem Geschlecht detransitionieren, das sie bei ihrer Geburt hatten. Die Beiträge sind in die Kategorien Nachrichten, Forschung, Hilfsangebote, Videos und persönliche Geschichten eingeteilt. Es gibt einen Buchshop und eine Spendenseite. Besucher können über ein Formular, das auf der Plattform einer Kirche gehostet wird, einen Mentor anfordern. Auf der Startseite steht, dass bis zu zwanzig Prozent der Menschen ihre Transition bereuen. Eine Broschüre auf der Website setzt sich dafür ein, Jugendliche vor Hormonen und Operationen zu schützen.
Kritik und Einordnung
Die US-amerikanische Medienaufsicht Media Matters bezeichnete Heyer als Quelle für extrem transfeindliche Kommentare. Im Juni 2020 entfernte YouTube ein Video einer Podiumsdiskussion bei der Heritage Foundation, an der er teilnahm, unter Berufung auf die Regeln gegen Hassrede. Heyers eigene Geschichte betrifft eine einzelne Person, die in den 1980er-Jahren behandelt wurde; die damalige Versorgung lässt sich nicht ohne Weiteres mit der heutigen vergleichen. Die Zahl von zwanzig Prozent stammt von der Website selbst. Prüfen Sie, auf welcher Studie sie beruht, bevor Sie sie übernehmen. Verwandte US-amerikanische Websites sind TransRegret, eine Informationswebsite für Menschen, die über eine Transition nachdenken oder sie bereuen, und TReVoices, die Kampagnenwebsite des trans Mannes Scott Newgent. Was die Forschung über Transitionsreue aussagt, steht unter Detransition.