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Woman's Place UK

Woman's Place UK war eine britische Kampagnengruppe, die 2017 von Judith Green, Ruth Serwotka und Kiri Tunks gegründet wurde und ihre Kampagne Ende 2024 beendete. Anlass war die Konsultation der britischen Regierung zur Reform des Gender Recognition Act, bei der die Änderung des eingetragenen Geschlechts durch eine Selbsterklärung zur Debatte stand.

Was dort zu finden ist

Die Gruppe organisierte ab 2017 öffentliche Veranstaltungen im ganzen Land und veröffentlichte 2018 fünf Forderungen, darunter eine evidenzbasierte Debatte, den Erhalt von Einrichtungen ausschließlich für Frauen und eine bessere Datenerhebung. Die Website enthält Stellungnahmen, Blogs, Quellen und Aufzeichnungen von Veranstaltungen. In ihrer letzten Erklärung vom 28. November 2024 gab die Gruppe bekannt, dass sie ihre Kampagne nach sieben Jahren beendet, weil die ursprünglichen Forderungen weitgehend erreicht worden seien.

Hintergrund

Kritiker bezeichnen die Gruppe als transfeindlich; eine Kommune stornierte 2018 eine Saalbuchung. Eine Gruppe britischer Wissenschaftler stellte sich 2020 hingegen hinter die Organisation. Siehe auch Rechtliches und Gesellschaft.

Die fünf Forderungen

Die ursprünglichen fünf Forderungen lauteten laut der eigenen Website: eine respektvolle, evidenzbasierte Debatte über die Folgen der Reform, der Erhalt und, wo nötig, der Ausbau von Einrichtungen ausschließlich für Frauen, eine Überprüfung der Anwendung der Ausnahmen für getrennte Einrichtungen im Equality Act, die Konsultation von Frauenorganisationen zu den Auswirkungen der Selbstidentifikation auf diese Einrichtungen sowie eine Konsultation zu den Auswirkungen auf die Datenerhebung. Die Startseite fasst die Position in der Aussage zusammen, dass Gewalt gegen Frauen und Diskriminierung aufgrund des Geschlechts weiterhin bestehen und Frauen deshalb eigene Orte, getrennte Räume und eigene Angebote benötigen.

Veranstaltungen und Gegenwind

Die Kommune, die im September 2018 eine Veranstaltung absagte, war Leeds. Die Stadtverwaltung war der Ansicht, dass die Veranstaltung nicht mit ihren Werten der Gleichheit und Inklusion vereinbar sei. Im Februar 2020 veranstaltete die Gruppe an der University College London die Konferenz Women's Liberation 2020 mit Podiumsdiskussionen und Arbeitsgruppen. Die Labour Campaign for Trans Rights bezeichnete Woman's Place UK als Hassgruppe, und die Schriftstellerin Lola Olufemi nannte die Gruppe eindeutig transfeindlich. Dreizehn Wissenschaftler der University College London stellten sich daraufhin hinter die Gruppe. Auf der Website findet sich eine Übersicht über alle Veranstaltungen, die nach Angaben der Gruppe stets ausverkauft waren.

Finanzierung

Die University of Oxford stellte 2019 20.000 Pfund für die Erforschung der Rechte von Frauen aufgrund ihres Geschlechts bereit. Das Kosmetikunternehmen Lush spendete im Dezember 2020 3.000 Pfund und entschuldigte sich später dafür.

Wie Sie diese Quelle nutzen und einordnen können

Die Website ist heute ein Archiv einer abgeschlossenen Kampagne mit Blogs, Quellen und Berichten. Sie zeigt, wie der Widerstand gegen die Selbstidentifikation in linken Kreisen und Gewerkschaften Gestalt annahm. Die Texte dienen der Interessenvertretung. Zum Thema selbst siehe Trans und die Sicherheit von Frauen und zu einer verwandten britischen Gruppe Fair Play For Women. Auch Sex Matters ist in diesem Bereich tätig.

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Quellen