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For Women Scotland

For Women Scotland ist eine schottische Kampagnengruppe, die im Juni 2018 aus dem Widerstand gegen Pläne entstand, eine Änderung des Geschlechtseintrags per Selbsterklärung zu ermöglichen. Die Gruppe bezeichnet sich als feministisch und genderkritisch.

Hintergrund

International bekannt wurde die Gruppe durch den Rechtsstreit gegen schottische Minister. Am 16. April 2025 entschied der britische Supreme Court, dass sich die Begriffe Frau und Geschlecht im Equality Act 2010 auf das biologische Geschlecht beziehen. Die Richter betonten, dass sie keine Aussage über die Bedeutung von Gender außerhalb dieses Gesetzes machten. Interessenvertretungen transgender Personen warnten vor den Folgen des Urteils, während Kritiker die Gruppe als transfeindlich bezeichnen.

Was dort zu finden ist

Auf der Website finden sich Prozessunterlagen, Pressemitteilungen, Stellungnahmen zur schottischen Politik und Nachrichten über Folge*verfahren. Siehe auch Rechtliches und Politik nach Ländern.

Wer dahintersteht

For Women Scotland ist eine gemeinnützige Gesellschaft, die in Schottland eingetragen ist. Geschäftsführerinnen sind Trina Budge, Marion Calder und Susan Smith. Wikipedia nennt Magdalen Berns als Mitgründerin. Die Gruppe beschreibt sich als Zusammenschluss von Frauen aus ganz Schottland, die die Rechte von Frauen und Kindern schützen und stärken wollen. Sie nennt drei Ziele: den Begriff sex in Gesetzgebung und Politik zu schützen, Menschen dabei zu helfen, ihre Stimme zu erheben, und eine evidenzbasierte Diskussion zu fördern. Ausgangspunkt ist, dass es zwei Geschlechter gibt und dass Geschlecht keine Wahl ist und sich nicht ändern kann.

Die Rechtsstreitigkeiten Schritt für Schritt

Im ersten Verfahren ging es um den Gender Representation on Public Boards Act 2018. Die Gruppe verlor im März 2021, bekam aber im Februar 2022 in der Berufung vor Lady Dorrian Recht. Ein zweiter Antrag zur überarbeiteten Erläuterung der schottischen Regierung wurde im Dezember 2022 abgelehnt. Auch die dagegen eingelegte Berufung ging im November 2023 verloren. Im Februar 2024 erhielt die Gruppe die Genehmigung, vor den Supreme Court zu ziehen, der den Fall am 26. und 27. November 2024 verhandelte. Für dieses Verfahren sammelte die Gruppe über Crowdfunding Geld. Laut PinkNews steuerte J.K. Rowling 70.000 Pfund bei.

Nach dem Urteil

Im August 2025 leitete die Gruppe ein neues Verfahren gegen die schottische Politik für Schulen und Gefängnisse ein. Am 19. Juni 2026 entschied das Court of Session, dass die Transgenderpolitik des schottischen Gefängnisdienstes rechtswidrig ist. Hintergrundinformationen finden sich unter Gender und Gefängnis. Im Sommer und Herbst 2026 wandte sich die Gruppe unter anderem an die Stadtverwaltung von Edinburgh wegen Toiletten, an einen Ausschuss des schottischen Parlaments und an Amnesty International. Der Wortlaut des Urteils steht unter UK Supreme Court. Die Aufsichtsbehörde, die es umsetzen muss, ist die Equality and Human Rights Commission.

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Quellen