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Dysphoric

Dysphoric: Fleeing Womanhood Like a House on Fire ist eine vierteilige Dokumentation der indischen Filmemacherin Vaishnavi Sundar. Sie konzipierte, führte Regie und schnitt die Serie selbst. Die Serie erschien 2021 und wurde vollständig mit Videogesprächen produziert – ohne Unterstützung eines großen Studios.

Worum es geht

Sundar untersucht den Aufstieg des Denkens über Geschlechtsidentität und dessen Folgen für Frauen und Mädchen, insbesondere in Entwicklungsländern. Die Serie behandelt medizinische Transition, die bleibenden Auswirkungen von Hormonen und Operationen, Veränderungen im Sprachgebrauch und den Widerstand, dem Frauen begegnen, wenn sie kritische Fragen stellen. Zu Wort kommen Frauen, die ihre Transition bereuen, Ärztinnen und Ärzte, Psychiaterinnen und Psychiater, Soziologinnen und Soziologen, Feministinnen und besorgte Eltern. Das Thema berührt die Detransition und die breitere Diskussion in der Gesellschaft.

Rezeption und Kritik

Die Dokumentation ist umstritten. Laut Sundar wurden Vorführungen nach Anschuldigungen der Transfeindlichkeit abgesagt, und ihre Filme haben wiederholt Proteste ausgelöst. In geschlechterkritischen und feministischen Kreisen wird die Serie hingegen als eine der wenigen Produktionen aus einer nichtwestlichen Perspektive angeführt.

Die Filmemacherin

Vaishnavi Sundar wurde in Avadi im indischen Bundesstaat Tamil Nadu geboren. Sie studierte in Chennai und begann ihre Laufbahn als Schauspielerin beim Ensemble Theatre Nisha. Als Filmemacherin ist sie Autodidaktin; unter dem Namen Lime Soda Films schreibt, führt sie Regie und produziert ihre Filme selbst. Ihr Debüt Pava erschien 2014. 2018 drehte sie But What Was She Wearing?, eine Langdokumentation über sexuelle Belästigung am Arbeitsplatz in Indien. Außerdem gründete sie Women Making Films, eine Website für Filmemacherinnen mit Mitgliedern aus mehr als neunzehn Ländern.

Entstehung und Verfügbarkeit

Sundar drehte Dysphoric im Verlauf eines Jahres während der Corona-Pandemie, was erklärt, warum die Gespräche per Video aufgezeichnet wurden. Sie bezeichnet das Projekt selbst als ein Graswurzelprojekt. Die vier Teile sind auf ihrem YouTube-Kanal verfügbar; Zuschauerinnen und Zuschauer können mit einer Spende zu ihrer nächsten Arbeit beitragen. Sundar arbeitet mit Women's Declaration International zusammen, einer Organisation, die sich für die Rechte von Frauen auf Grundlage ihres biologischen Geschlechts einsetzt. Im August 2024 veröffentlichte sie auf YouTube einen neuen Film, Behind the Looking Glass. Vergleichbare Dokumentationen in diesem Archiv sind Affirmation Generation, What Is a Woman? und The Detransition Diaries; ein umfassenderer Überblick findet sich unter internationale Entwicklungen.

Quellen