The Detransition Diaries
The Detransition Diaries: Saving Our Sisters ist ein etwa vierzigminütiger US-amerikanischer Dokumentarfilm von Jennifer Lahl. Sie ist Krankenschwester und Gründerin des The Center for Bioethics and Culture Network, der Organisation, die den Film veröffentlicht hat. Die Premiere fand am 19. September 2022 statt.
Worum es geht
Der Film begleitet drei junge Frauen, Helena, Cat und Grace. Sie erzählen, wie sie als Teenager oder junge Erwachsene dachten, eine medizinische Transition könne ihre Geschlechtsdysphorie und andere Probleme lösen, wie Fachkräfte sie darin bestärkten und warum sie später damit aufhörten. Außerdem kommen einige Kommentatorinnen und Kommentatoren zu Wort. 2024 erschien bei Ignatius Press ein gleichnamiges Buch von Lahl und Kallie Fell mit den Geschichten von fünf Frauen und zwei Männern.
Rezeption und Kritik
Der Film erhielt vor allem in konservativen und christlichen Medien in den Vereinigten Staaten Aufmerksamkeit. Die Macher sind entschiedene Gegner einer affirmativen geschlechtlichen Versorgung, und der Film zeigt keine Menschen, die mit ihrer Transition zufrieden sind. Forschende weisen darauf hin, dass die Zahlen zum Bereuen einer Transition unsicher sind und persönliche Berichte wenig darüber aussagen, wie häufig dies vorkommt. Weitere Hintergrundinformationen finden sich auf der Seite über Detransition und bei den medizinischen Informationen.
Die Mitwirkenden und die Verbreitung
Die Kommentatorinnen und Kommentatoren im Film sind die britische Aktivistin Kellie-Jay Keen, die Journalistin Libby Emmons von The Post Millennial und die Schriftstellerin Natasha Chart. Alle drei sind entschiedene Kritiker der geschlechtlichen Versorgung; Behandelnde oder Forschende mit einer anderen Auffassung kommen nicht zu Wort. Eine der drei Frauen, Grace, erzählt von ihrer beidseitigen Brustamputation und ihrem späteren Bedauern. Der Film ist über YouTube und Vimeo verfügbar. Die Macher gestatten Gruppen Vorführungen, sofern diese kostenlos und öffentlich sind.
Das Buch
Das Buch erschien am 23. Januar 2024 und umfasst 246 Seiten. Neben den sieben persönlichen Geschichten enthält es einen historischen Überblick über den Aufstieg des affirmativen Ansatzes. Auf der Website des Verlags finden sich Empfehlungen unter anderem von Helen Joyce, Robert P. George, Mary Harrington, Louise Perry und Ryan T. Anderson, der auch den Film empfohlen hat. Diese Namen zeigen, in welchem Umfeld Film und Buch vor allem aufgenommen wurden.
Verwandte Beiträge in diesem Archiv
Persönliche Berichte über Detransition finden sich auch an anderer Stelle in diesem Archiv. Keira Bell schilderte ihre Erfahrungen in einem Essay und führte einen Rechtsstreit gegen die britische Genderklinik. Die Detrans Community ist ein Ort, an dem Menschen, die ihre Transition rückgängig machen, zueinanderfinden.