City Journal
City Journal ist ein US-amerikanisches Magazin für Stadtpolitik und Stadtkultur. Es wurde 1990 gegründet und wird von der konservativen Denkfabrik Manhattan Institute for Policy Research herausgegeben. Es erscheint vierteljährlich und veröffentlicht zusätzlich Online-Beiträge. Zu den ursprünglichen Themen gehören Bildung, Wohnen, Polizei und Stadtverwaltung.
Was dort zu finden ist
In den vergangenen Jahren schreibt das Magazin auch regelmäßig über die medizinische Versorgung minderjähriger Menschen im Zusammenhang mit Geschlechtsdysphorie. Autoren wie Leor Sapir, Fellow des Manhattan Institute, befassen sich dabei mit Leitlinien, Gerichtsverfahren und Forschung, unter anderem rund um den Berufsverband WPATH. Die Leitlinie, um die es häufig geht, ist WPATH Standards of Care Version 8. Diese Beiträge knüpfen an die Diskussion an, die an anderer Stelle auf dieser Website unter Wissenschaft und Debatte beschrieben wird.
Hintergrund
City Journal ist ein Meinungsmedium mit ausgeprägt konservativer Ausrichtung und keine wissenschaftliche Fachzeitschrift. Die Artikel über die medizinische Versorgung im Zusammenhang mit Geschlechtsdysphorie stehen dem geschlechtsbestätigenden Modell kritisch gegenüber. Die geleakten WPATH Files wurden nicht von City Journal veröffentlicht, sondern von der Organisation Environmental Progress.
Geschichte und Redaktion
Die erste Ausgabe erschien im Herbst 1990. Gründer war Richard Vigilante, damals Leiter der Redaktion des Manhattan Institute. Nach ihm leiteten Fred Siegel und von 1994 bis 2006 Myron Magnet das Magazin. Seit Ende 2006 ist Brian C. Anderson Chefredakteur. Zu den regelmäßigen Mitarbeitern gehören Heather Mac Donald, Steven Malanga, Kay Hymowitz, der Ökonom Edward Glaeser, Theodore Dalrymple, Coleman Hughes und Christopher Rufo. Das Magazin bezeichnet sich selbst als wichtigste US-amerikanische Quelle für Politikanalysen, Kulturkritik und investigative Reportagen. Es gibt einen Podcast namens City Journal Audio sowie die Rubrik City Journal Investigations.
Rolle in der Debatte
Rufo schreibt in City Journal unter anderem über Critical Race Theory und Genderideologie. Nach Angaben des Manhattan Institute führten seine Forschung und sein Aktivismus zu einem Präsidialdekret und zu Gesetzesinitiativen in fünfzehn Bundesstaaten. Die Aufmerksamkeit für die medizinische Versorgung im Zusammenhang mit Geschlechtsdysphorie ist Teil dieser Verschiebung von Stadtpolitik hin zu Kulturpolitik. Auch Abigail Shrier ist als Senior Fellow mit dem Manhattan Institute verbunden. Der Herausgeber ist also eine Denkfabrik, die sich auf mehrere Arten an dieser Debatte beteiligt.
Wie Sie diese Quelle einordnen sollten
Die Artikel sind Argumentationen von Autoren mit einer bestimmten Position. Sie verweisen häufig auf Studien, Gerichtsentscheidungen und Leitlinien, und diese Verweise lassen sich überprüfen. Tun Sie das auch: Lesen Sie die zitierten Texte selbst und vergleichen Sie sie mit den systematischen Übersichtsarbeiten zur medizinischen Versorgung im Zusammenhang mit Geschlechtsdysphorie. Die Dokumente, auf die der Titel dieses Eintrags verweist, finden Sie bei Environmental Progress.