Stats for Gender
Stats for Gender ist eine englischsprachige Website, die Zahlen und Forschungsergebnisse zu Gender und Transition nach Themen geordnet zusammenstellt. Sie ist ein Projekt der Organisation Genspect. Die Website will nach eigenen Angaben verlässliche Daten übersichtlich geordnet und in verständlicher Sprache für Menschen mit Fragen zu Gender sowie für Eltern und Fachleute bereitstellen.
Was dort zu finden ist
Die Informationen sind in Themen rund um Gender und Transition gegliedert, etwa Geschlechtsdysphorie, medizinische Behandlung und Detransition. Die Website befasst sich auch mit häufig verwendeten Zahlen, die sich nach Ansicht der Betreiber bei näherer Betrachtung als nicht korrekt erweisen.
Warum diese Website auf der Liste steht
Die Website eignet sich als Einstieg in Zahlen und Forschungsergebnisse. Die Auswahl wurde jedoch von Genspect getroffen, einer Organisation, die medizinischen Transitionen bei Jugendlichen kritisch gegenübersteht und selbst umstritten ist. Daher ist es ratsam, die zitierten Studien selbst zu lesen und auch andere Übersichten heranzuziehen.
Aufbau der Website
Die Website arbeitet mit einer langen Liste von Stichworten – von Autismus, Essstörungen und Fruchtbarkeit bis hin zu Pubertätsblockern, sozialer Transition, Sport und Suizid. Unter jedem Stichwort stehen einzelne Aussagen. Jede Aussage hat eine Überschrift, die die Schlussfolgerung zusammenfasst, eine kurze Erläuterung und einen Verweis auf die Quelle, meist mit einem DOI-Link zum Artikel. Leser können eine Aussage direkt in sozialen Medien teilen. Die Website gibt an, begutachteten wissenschaftlichen Artikeln, staatlichen Studien und Dissertationen den Vorrang zu geben. Andere Quellen werden gelegentlich genutzt, um unzuverlässige Zahlen zu widerlegen. Alle Inhalte sind auf Englisch.
Beispiele für die dargestellten Inhalte
Die Website berichtet, dass die Zahl der Diagnosen bei Mädchen im Alter von dreizehn bis einschließlich siebzehn Jahren in Schweden zwischen 2008 und 2018 um etwa 1500 Prozent gestiegen sei, und verweist dabei auf Socialstyrelsen. Aus einer finnischen Studie von Ruuska und Kollegen aus dem Jahr 2024 übernimmt die Website die Angaben, dass 20 der 2083 untersuchten Jugendlichen durch Suizid starben und dass zusätzliche psychiatrische Probleme das erhöhte Risiko erklären. Zu Pubertätsblockern heißt es, dass mehrere systematische Übersichtsarbeiten keine verlässlichen Belege für psychologische Vorteile gefunden hätten. Den Hintergrund dazu finden Sie bei systematischen Übersichtsarbeiten in der Genderbehandlung.
Wer dahintersteht und wie Sie die Website nutzen können
Die Website nennt weder die Namen der Verfasser noch ein Gründungsdatum. Sie erklärt offen, einen nichtmedizinischen Ansatz bei Geschlechtsdysphorie zu vertreten. Das ist die Position von Genspect, das im Juni 2021 gegründet wurde und vom Southern Poverty Law Center als anti-LGBTQ-Hassgruppe eingestuft wird. Die Überschriften über den Aussagen wurden von der Website formuliert, nicht von den Forschenden. Prüfen Sie daher, ob die darunter angeführte Studie die Überschrift tatsächlich trägt. Nutzen Sie den DOI-Link, um die Zusammenfassung des Artikels selbst zu lesen, und achten Sie darauf, was die Autoren über die Einschränkungen ihrer Untersuchung schreiben. Studien, die günstige Behandlungsergebnisse melden, werden Sie dort weniger häufig finden.