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Stella O'Malley — Substack

Stella O'Malley ist eine irische Psychotherapeutin und Autorin. Bekannt wurde sie durch die britische Fernsehdokumentation Trans Kids: It's Time to Talk aus dem Jahr 2018. 2021 gründete sie die internationale Organisation Genspect. Auf Substack führt sie einen eigenen Newsletter.

Was dort zu finden ist

Der Newsletter enthält Essays, Videos und Livestreams. O'Malley schreibt über Geschlechtsdysphorie bei Kindern und Jugendlichen, über die Rolle der Psychotherapie und über Entwicklungen in der geschlechtsangleichenden Versorgung in Europa. Ein wiederkehrender Bestandteil sind Fragerunden für Eltern von Kindern, die sich als transgender identifizieren.

Warum auf dieser Liste

O'Malley ist eine der bekanntesten Fürsprecherinnen eines abwartenden, psychotherapeutischen Ansatzes bei Geschlechtsdysphorie. Ihre Arbeit und Genspect sind umstritten: Kritiker betrachten die Organisation als transfeindlich. Der Newsletter gibt ihre persönliche Sicht wieder und ist keine medizinische Beratung. Siehe auch die Seite für Jugendliche.

Aufbau des Newsletters

Der Newsletter trägt ihren eigenen Namen und hat den Untertitel Everything you need to know about gender (but were afraid to ask). Der Beschreibung zufolge gibt es monatliche Fragerunden sowie regelmäßig Webinare und Artikel. Neben Geschlechtsdysphorie und Erziehung werden die psychische Gesundheit von Jugendlichen, Abwägungen im Zusammenhang mit einer medizinischen Transition, Erfahrungen von detransitionierten Personen und der Einfluss sozialer Medien behandelt. Die Seite verweist außerdem auf eine Mitgliedergruppe für Eltern, auf ihre Dokumentarfilme und auf den Podcast Gender: A Wider Lens. Eine Zahl der Abonnenten und ein Startdatum werden auf der Seite nicht genannt. Wer mehr über ihren Hintergrund erfahren möchte, findet diese Informationen beim Eintrag zu Stella O'Malley selbst.

Genspect und seine Positionen

Der Newsletter ist nicht losgelöst von Genspect zu betrachten, der Organisation, die O’Malley im Juni 2021 gründete und die einen eigenen Substack hat. Genspect setzt sich nach eigenen Angaben für einen nichtmedizinischen Umgang mit geschlechtlichem Leidensdruck ein und warnt vor den Risiken einer medizinischen Transition. Laut The Texas Tribune ist die Organisation der Ansicht, dass niemand unter 25 eine Transition beginnen sollte. Nach Angaben des Southern Poverty Law Center macht Genspect seit 2023 mit einem eigenen Thementag auf Rapid-onset-Geschlechtsdysphorie aufmerksam. Eine Koalition psychologischer Berufsverbände erklärte 2021, dass belastbare empirische Studien zu diesem Konzept fehlen. Im August 2021 wandte sich O’Malley gemeinsam mit zwei Kollegen in The Irish Times gegen die Aufnahme der Geschlechtsidentität in einen irischen Gesetzentwurf gegen Konversionstherapie und plädierte für eine ergebnisoffene Haltung in der Therapie. Vom 27. bis 29. April 2023 veranstaltete Genspect eine Konferenz im irischen Killarney. Berufsverbände wie die WPATH, die American Academy of Pediatrics und die Endocrine Society vertreten eine gegensätzliche Position.

Wie Sie diese Quelle einordnen

Die Fragerunden richten sich an Eltern, die bereits Zweifel an einem affirmativen Ansatz haben, und gehen von diesen Zweifeln aus. O’Malley ist Psychotherapeutin und keine Ärztin; Aussagen über Hormone oder Operationen stammen daher von einer engagierten Außenstehenden. Der Newsletter ist hilfreich, um zu verstehen, wie der explorative Ansatz in der Praxis erläutert wird. Für eine Entscheidung über die Versorgung eines Kindes ist der Kontakt zu einer behandelnden Fachperson erforderlich, die das Kind selbst kennt.

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