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Encounter Books

Encounter Books ist ein US-amerikanischer Sachbuchverlag mit Sitz in New York, der für seine konservativen Autoren bekannt ist. Er ist eine Aktivität der gemeinnützigen Organisation Encounter for Culture and Education. Der Name verweist auf die Zeitschrift Encounter, die 1953 von Stephen Spender und Irving Kristol gegründet wurde.

Was dort zu finden ist

Die Website präsentiert den Katalog, Autorenseiten und Hintergrundbeiträge. Das Verlagsprogramm umfasst Politik, Geschichte, Religion, Bildung und aktuelle Themen.

Warum der Verlag auf dieser Liste steht

2018 veröffentlichte Encounter When Harry Became Sally: Responding to the Transgender Moment von Ryan T. Anderson. Das Buch kritisiert die medizinische Transition und die Geschlechtsidentität als Grundlage für die Gesetzgebung und ist umstritten: Amazon nahm es 2021 aus dem Verkauf. Beim Verlag selbst ist es weiterhin erhältlich. Zur breiteren Debatte siehe kritische Perspektiven.

Geschichte und Finanzierung

Encounter Books wurde 1998 von Peter Collier (1939–2019) in Zusammenarbeit mit der Lynde and Harry Bradley Foundation gegründet. Dieser Fonds gehört auch zu den Großspendern der Organisation FIRE. Roger Kimball ist heute Herausgeber und Verleger. Als Ziel nennt der Verlag die Stärkung des freien Ideenmarktes sowie von Bildungsaktivitäten, die zum Erhalt der demokratischen Kultur beitragen. Über die Zeitschrift, von der der Name übernommen wurde, schreibt der Verlag selbst, dass sie während des Kalten Krieges über den Congress for Cultural Freedom heimlich von der CIA finanziert wurde.

Andersons Buch

When Harry Became Sally erschien am 20. Februar 2018 und umfasst 408 Seiten. Anderson argumentiert, dass das Geschlecht eine körperliche Gegebenheit ist, erörtert Geschlechtsdysphorie und deren medizinische Behandlung und lässt Menschen zu Wort kommen, die ihre Transition bereuten – insbesondere solche, die als Kinder dazu ermutigt worden waren. Auf der Buchseite finden sich Empfehlungen unter anderem des Psychiaters Paul McHugh von der Johns Hopkins University, von Robert P. George aus Princeton, John Finnis aus Oxford und Mary Ann Glendon aus Harvard. Anderson ist heute Präsident des Ethics and Public Policy Center und war der erste Chefredakteur von Public Discourse.

Wie Sie diese Quelle einordnen können

Die Buchseite dient dem Verkauf. Die Empfehlungen stammen von akademischen Gleichgesinnten, während die Einwände der Kritiker nicht aufgeführt werden. Der Verlag verweist auf der Seite jedoch auf Beiträge über die Entfernung des Buches durch Amazon. Das Buch ist ein Plädoyer und keine medizinische Studie. Wer es liest, kann die Aussagen über Behandlung und Reue mit dem Überblick unter medizinisch abgleichen.

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Quellen