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Public Discourse

Public Discourse ist das Online-Magazin des Witherspoon Institute, eines konservativen Thinktanks in Princeton im US-Bundesstaat New Jersey. Es erscheint seit 2008 und veröffentlicht Essays über Ethik, Recht, Religion, Familie und Politik. Über verwandte Themen schrieb die australische Meinungsplattform MercatorNet, die 2025 eingestellt wurde.

Was dort zu finden ist

Die Artikel sind essayistisch und werden häufig von Wissenschaftlern, Juristen und Ärzten verfasst. Zu Gender erscheinen Beiträge über die Behandlung Minderjähriger, Elternrechte, die Registrierung des Geschlechts und die philosophische Frage, was Geschlecht und Geschlechtsidentität sind. Das Archiv lässt sich nach Themen durchsuchen.

Warum es auf dieser Liste steht

Das Magazin ist ein bekannter Ort, an dem konservative US-amerikanische Einwände gegen die medizinische Transition ausgearbeitet werden. Der Ausgangspunkt ist weltanschaulich geprägt und dezidiert; eine neutrale Nachrichtenquelle ist es nicht. Wie religiöse Traditionen Gender betrachten, steht bei Gender und Religion. Die Essays eignen sich dazu, die Argumente in der Debatte kennenzulernen, neben anderen kritischen Perspektiven und den medizinischen Informationen auf dieser Website.

Das Witherspoon Institute

Das Witherspoon Institute wurde 2003 unter anderem von Robert P. George, Professor an der Princeton University, und Luis Tellez gegründet, der das Institut leitet. Es ist nach John Witherspoon benannt, einem der Unterzeichner der amerikanischen Unabhängigkeitserklärung. Das Institut unterhält Verbindungen zur Princeton University, ist von ihr jedoch finanziell unabhängig. Es bezeichnet sich als sozialkonservativ und wendet sich gegen Abtreibung und die Ehe für gleichgeschlechtliche Paare. Zu den Geldgebern gehören laut Princeton Alumni Weekly die Bradley Foundation, die John M. Olin Foundation und die John Templeton Foundation. Im Geschäftsjahr 2024 beliefen sich die Einnahmen auf knapp drei Millionen Dollar.

Aufbau und Ziel des Magazins

Public Discourse will nach eigener Aussage das öffentliche Verständnis der moralischen Grundlagen freier Gesellschaften vertiefen, indem es die Arbeit der mit dem Institut verbundenen Wissenschaftler einem breiten Publikum zugänglich macht. Die Artikel sind fünf Säulen zugeordnet: die menschliche Person, Sexualität und Familie, Politik und Recht, Bildung und Kultur sowie Wirtschaft und Ökonomie. Beiträge über Gender fallen meist unter die ersten drei. Die Redaktion weist darauf hin, dass die Ansichten der Autoren nicht notwendigerweise denen des Magazins oder des Instituts entsprechen. Newsletter erscheinen über Substack. Gründungsredakteur des Magazins ist Ryan T. Anderson, Autor von When Harry Became Sally.

Kritik am Institut

Das Institut geriet 2012 wegen der von ihm finanzierten New Family Structures Study des Soziologen Mark Regnerus über die Elternschaft gleichgeschlechtlicher Paare in die Kritik. Die Studie stieß auf heftige wissenschaftliche Kritik; der Fachbereich Soziologie der University of Texas bezeichnete sie als grundlegend fehlerhaft. Dieser Vorfall ist für alle relevant, die Beiträge über Gender lesen, weil er zeigt, dass das Institut Forschung unterstützt, die zu seiner Überzeugung passt. Lesen Sie die Essays als gut durchdachte Plädoyers innerhalb einer festen weltanschaulichen Linie. Verwandte Stimmen auf dieser Liste sind First Things, das Magazin The New Atlantis und das Ethics and Public Policy Center.

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Quellen