SEGM Digest 2025
Der SEGM Digest ist eine Reihe der Society for Evidence-Based Gender Medicine (SEGM), einer 2019 gegründeten gemeinnützigen Organisation, die sich mit der Evidenzgrundlage der geschlechtsspezifischen Versorgung von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen befasst. Die erste Ausgabe erschien am 30. Mai 2025 und behandelt Veröffentlichungen aus dem April und Mai desselben Jahres.
Der Hauptartikel zu diesem Thema ist Society for Evidence-Based Gender Medicine (SEGM).
SEGM startete die Reihe, weil die Zahl neuer Studien und Empfehlungsdokumente stark zugenommen hat. Der Digest setzt daher auf Breite: Jede Ausgabe enthält eine kurze Zusammenfassung mehrerer Veröffentlichungen, gefolgt von einer ausführlicheren Besprechung. Im Jahr 2025 erschienen mehrere Ausgaben.
Was darin steht
Die erste Ausgabe behandelt unter anderem den Evidenzbericht des US-Gesundheitsministeriums (HHS), einen Bericht aus dem Bundesstaat Utah, eine systematische Übersichtsarbeit zu Mastektomien, eine Analyse zur Erhaltung der Fruchtbarkeit sowie eine juristische Bewertung des Dutch Protocol.
Mehr aus der ersten Ausgabe
Die erste Ausgabe behandelt sieben Veröffentlichungen. Der HHS-Bericht umfasst 409 Seiten und bezeichnet Psychotherapie als die derzeit am besten belegte Behandlung. Der Bericht aus Utah von LaFleur und Kollegen umfasst mehr als tausend Seiten; SEGM steht ihm kritisch gegenüber, weil eine zusammenfassende Bewertung der Evidenz fehlt. Die Übersichtsarbeit zu Mastektomien von Miroshnychenko und Kollegen in Plastic and Reconstructive Surgery bewertet die Evidenz zu psychischen Ergebnissen bei Patienten unter 26 Jahren als äußerst unsicher. Ebenfalls besprochen wird der Übersichtsartikel von McDeavitt, Cohn und Kulatunga-Moruzi sowie ein Artikel von Van Breukelen über Studiendesigns, die eine Alternative zu randomisierten Studien darstellen. Die juristische Bewertung des Dutch Protocol stammt von Smeehuijzen, Smids und Hoekstra und erschien in Family and Law.
Die dritte Ausgabe
Die dritte Ausgabe erschien am 31. Oktober 2025 und befasst sich mit Juli und August. Sie behandelt unter anderem eine Studie von Rackliff und Kollegen mit 957 Personen zur Unterstützung und Versorgung bei der Detransition. Eine kleine Pilotstudie mit sechzehn Teilnehmern stellte nach zwölf Monaten unter Pubertätsblockern keine Verbesserung der psychischen Funktionsfähigkeit fest. Eine Studie von Lahaije und Kollegen mit hundert Jugendlichen beschreibt Nebenwirkungen von Pubertätsblockern. Außerdem werden ein Artikel des finnischen Psychiaters Riittakerttu Kaltiala über den zurückhaltenden finnischen Ansatz, ein britischer Regierungsbericht über Hindernisse für die Forschung zu Geschlecht und Gender sowie ein Bericht der UN-Sonderberichterstatterin zu Gewalt gegen Frauen behandelt. Der finnische Kurs ist in diesem Archiv unter Finnland (2020) dokumentiert.
Warum in diesem Archiv
Die Reihe ist hilfreich für alle, die die Fachliteratur verfolgen möchten, ohne jeden Artikel selbst lesen zu müssen. SEGM wählt die Beiträge aus und ordnet sie aus einer eigenen kritischen Position in der Debatte ein; es handelt sich daher nicht um eine vollständige oder neutrale Übersicht. Weitere Quellen finden sich unter Wissenschaft und Debatte.